Tagebuch der ELBESAIL 2026
06.07.2026
Noch 5 Tage bis zum Start der 16. ELBESAIL der Jugendgruppe des Tangermünder Wassersportverein e.V.
Die Vorbereitungen sind auf allen Ebenen im Plan. Das neue Messezelt für die Kombüse und die Back ist am letzten Donnerstag fertig geworden. Zwei Faltpavillions von 3x6 m sind zusammengewachsen und stellen uns nun eine Fläche von 6x6 m als Raum zum Kochen, Essen und zusammensitzen bereit. An 4 Biergartengarnituren können bis zu 32 Segler Platz am Tisch finden. Die Pantry ist nun 4 m lang mit Arbeitstisch und Tresen. Mal schauen wie das wird.
Trailer zum TÜV, den Booten noch einmal alle kleinen Macken austreiben, Verladen, Werkzeug für die Pantry besorgen, Lebensmittel einkaufen und nicht zuletzt die Reiseplanung sind die Themen, die wir gemeinsam erledigen, damit wir am Sonnabend den 11.07.2026 nach Grubnow auf der Insel Rügen starten können. Dort erwarten uns unsere Freunde vom WHV Grubnow e.V., die auch im letzten Jahr unsere Gastgeber waren. Wir haben uns entschlossen noch einmal nach Grubnow zu fahren, einerseits weil wir dort ein Revier vorfinden, das allen Seglern gerecht wird, andererseits aber auch, weil der WHV Grubnow e.V. unsere Anfrage sehr spontan und freudig bestätigt hat.
Es ist also angerichtet. Freuen wir uns auf eine intensive, schöne Zeit.11.07.2026
Nachdem wir in den letzten Tagen die Boote und die Ausrüstung verladen und verpackt haben ist heute endlich der Anreisetag. Der Weg zum WHV Grubnow e.V. ist 340 km lang. Unser Konvoi mit 7 Anhängergespannen und einem Solofahrzeug wird dafür bis zum späten Nachmittag brauchen.
Also treffen wir uns um 09.00 Uhr im Bootshaus in Tangermünde verpacken die letzten Dinge, spannen die Trailer an und um 09.40 Uhr geht es los. Eine Besonderheit gibt es in diesem Jahr. Ich fahre zum ersten Mal nicht am Sonnabend mit dem Konvoi, da ich mit meiner Familie einen schönen Termin wahrnehmen möchte. Also werde ich morgen hinterherfahren. So übernimmt dieses Mal Stefan die Führung. Beim Anhängen der Trailer fällt auf, das Iweißnix auf Ronny´s Trailer etwas weit hinten liegt. Die Stützlast ist etwas gering. Wir legen fest, das Hagen auf den ersten Kilometern testet, ob es trotzdem geht oder ob noch einmal umgelastet werden muss. Und genauso kommt es. Die Ausrüstung in Iweißnix muss noch einmal neu sortiert werden, um mehr Last vor die Achsen zu bekommen. Dann läuft es. Mit zwei Pausen erreicht die ELBESAIL-Crew Grubnow am späten Nachmittag. Wie besprochen wird als erstes die neue Messe aufgebaut. Dann das Zeltlager. Nach einem langen Tag sind alle geschafft und so die Kojen werden bald aufgesucht.12.07.2026
Das Wichtigste zuerst. Das Wetter passt! Sonne und Wind bei gut 20°C. Perfekt!
Das erste Frühstück in der neuen Messe. Die großen Fensterflächen lassen die Morgensonne überraschend intensiv auf die Tische scheinen. Entsprechend warm wird es dort auch bald. Hier wird die Crew schnell erfinderisch und installiert die nicht genutzten Seitenteile als Sonnenschutzgardienen. Problem gelöst.
Auch Holger, unser Smutje ist heute noch nicht da. Also übernimmt Hagen die Regie in der Kombüse. Zum Mittag gibt es Fussili mit Tomatensauce frei interpretiert nach einem Rezept aus dem Netz. Läuft.
Die Segelboote der Kinder werden aufgetakelt und ab geht es zu einem ersten Törn auf den Bodden. Leichter Wind ist genau richtig zum warm werden.
Wärend dieser Zeit bin ich mit Tobias, Ansgar und Liam auf dem Weg nach Grubnow. Wir bringen die Blue Paerl von Stefan mit, für die gestern kein passendes Zugfahrzeug mehr frei war. Wir sind nach zügiger Reise um 15.00 Uhr vor Ort und slippen die Blue Pearl gleich ins Wasser. Im Laufe des Abends kommen auch Anke, Lutz, Holger, Zoe und Florian an. Jetzt sind wir fast komplett.
Holger arbeitet den Rest von Hagens Tomatensauce zu einer leckeren Tunfisch-Tomatensauce um und alle haben noch ein warmes Abendessen. Mit Florian, Liam und mir sind jetzt bei der 16. ELBESAIL zum ersten Mal 3 Generationen meine Familie Teil der Crew. Eine Erkenntnis, die mich schon ein kleines bisschen zufrieden macht.
Jetzt, wo wir alle da sind, ergibt sich auch ein schöner Willkommensabend auf der Terrasse des Clubhauses des WHV.
13.07.2026
Ich habe bis 07.24 Uhr geschlafen, erzählt Liam seine Mama am Telefon. So lange schläft er zu Hause eher nicht. Aber mit Opa im Auto, bei der ELBESAIL, das ist was anderes. Beim Blick nach draußen sehen wir wieder Sonne. Wind hat es auch. Und angenehm warm ist es. Also ab ins Wasser, eine Runde Schwimmen.
Das Frühstück ist auch bald fertig und um 10.00 Uhr ist ablegen angesagt. Wir machen noch schnell Käpt´n Kolle fertig. Mit den neuen Leinen, die alle Jugendboote in diesem Frühsommer bekommen haben, wird der Spinnacker wieder angeschlagen und auch das Trapez aktiviert. So machen wir aus der Not, dass ein OK-Mast beschädigt ist, eine Tugend. Ich fahre zuerst mit Clemens und später mit Hannes auf der Hansejolle, wo wir Trapez und auch Spinnackersegeln trainieren. Auf diesem Revier ist segeln einfach wunderbar. Dazu bei diesen Bedingungen. Traumhaft. Nach einer Pause am Ufer der Schabe geht es raus zum langen Schlag über den Großen Jasmunder Bodden. Unter anderem Malte und Clemens auf ihren OK´s. Vor 7 Jahren waren wir hier schon einmal. Damals die Beiden mit 10 Jahren im Optimist. Der geneigte Leser weiß vielleicht noch, dass beide damals hier gekentert sind und Frank und ich sie mit der W endeavour geborgen haben. Heute sieht das sehr viel genussvoller aus. Ein gutes Gefühl, das zu sehen. Auf dem Rückweg lernt Hannes dann den Spinnacker richtig zu nutzen und dabei auch im Trapez zu segeln. Das ist cool, ist sein Kommentar.
Stefan hat heute das Opti-Training übernommen. Die jüngsten Segler waren mehr oder weniger intensiv segeln und haben weiter Erfahrungen gesammelt.
Zum Abendbrot gab es heute Chilli mit Reiß und rote Grütze mit Vanillesauce, natürlich alles frisch gekocht. So haben es sich die Kinder gewünscht. Lecker. Jetzt spielen die Jugendlichen Volleyball und die Kinder Verstecken. Die Erlebnisse des Tages werden ausgetauscht und der schöne Abend genossen. So ist ELBESAIL.14.07.2026
Heute war es kurz nach 07.00 Uhr. Die Augen auf und… Sonne! Morgentoilette, Frühstück und… wenig Wind. Da macht segeln nur wenig Sinn. Also alle in anstatt auf das Wasser. Der WHV hat uns eine aufblasbare Arbeitsplattform als Badeplattform bereitgestellt. Die ist jetzt der Renner. Springen, darüber rutschen und in Wasser gleiten, sonnen u.v.m. lässt sich damit machen. Und es wird ausreichend genutzt. Irgendwann werden die Wassertreter des WHV als Schleppschiffe davor gespannt und die ganze Meute macht eine Runde über den inneren Bodden. Gegen 11.00 Uhr kommt so langsam Wind und wir legen für 13.00 Uhr Ablegen fest. Vorher gehe ich mit Ronny, einem unserem Tainer-Nachwuchs auf die Hansejolle und trainiere mit ihm das Trapez- und Spinnackersegeln. Als wir um 13.00 Uhr zurück sind, werden schon die Boote klargemacht und die OK´s gehen mit Stefan, Frank und Ralf raus auf den Bodden. Auch Ronny ist mit der Hansejolle dabei und arbeitet mit den Jungs weiter am Trapezsegeln.
Auch Hagen und Holger fahren mit Smutje raus und segeln zwischen den Küchenarbeiten nach Vieregge einen Kaffee trinken.
Die Optisegler gehen heute mit mir auf das Wasser. Nach einigen Kreuz-Übungen gibt es eine kleine Pause. Anschließend gibt es ein kleines Mädelsrennen. Liam und Lev sind zu dieser Runde erstmal nicht dabei. 4 kleinen Runden um die Luvtonne und zurück zum Trainerboot ist der Kurs. Lia, eine Seglerin von RWS 1922 in Semlin, die nach eigenem Bekunden nur mit den Tangermündern segelt, fährt dabei am meisten vorne weg. Ihr Kommentar, keine Ahnung wie ich das mache. Da hat sie noch Recht, aber das wird. Auch die andere beiden, Sillvina und Clara, machen das gut. Alle drei sind immer dicht beieinander. Zum Schluss geht auch Liam noch einmal auf den Opti und ringt seinen Respekt nieder. Eine tolle Leistung, auf der wir aufbauen werden.
Zum Abend gibt es heute Hähnchengeschnetzeltes mit Kartoffeln oder Reis. Selbst Liam hat sich Nachschlag geholt. Frisch gekocht, selbstverständlich. Lecker. Danke Anke und Holger.
Und dann ist heute noch Fußball. Halbfinale zwishen Frankreich und Spanien. Frankreich führt nicht, hat der Reporter zum 1:0 für Spanien gesagt. Wir werden sehen. Das Wetter morgen ist für uns wichtiger. Oder?15.07.2026
Richtig! Spanien ist im WM-Finale und die Sonne ist wieder aufgegangen. Am Vormittag zuerst mit wenig Wind, also konnten die Kinder wieder ausgiebig baden. Die Badeplattform des WHV bleibt der Renner. Für die Wassercrew nutzten wir die Zeit und haben die Navigationskenntnisse der Bootsführer überprüft und etwas aufgefrischt. Aber auch Interesse bei den „noch nicht“ Bootsführern geweckt?
Dann nimmt der Wind zu und wir machen einen Plan. Ablegen um… klack, waren die Optis aufgetakelt. So schnell ging das bisher noch nie. Da haben wohl einige Lust zu segeln. Bei der Törnplanung sind wir dann aber auf ein anderes Ziel, als nur auf dem Binnenbodden zu segeln, gekommen.
Wir fahren mit ALLEN zum Fischbrötchen essen nach Breege. Das ist für die Optis zu weit. Also die gesamte Crew auf alle großen Boote verteilen und ablegen mit Ziel Breege. Nach zwei Stunden waren wir vor dem Hafen von Breege angekommen. Eine Vorhut ist auf Liegeplatzsuche vorausgefahren. Der Hauptsteg hinter dem Eisbrecher war frei, also alle dorthin. Zwei Kreuzer, zwei Motorboote und sieben Segeljollen sind ein ordentliches Paket. Wir werden direkt angesprochen, wo wir herkommen und was wir machen. Die Segler vor Ort erkennen das das alles etwas besonders ist. Genau!
Auch der Hafenmeister kommt irgendwann vorbei und meint: „Tangermünde? Ihr wart doch letztes Jahr schon mal hier. Macht mal“. 30 Fischbrötchen und 30 Eis, läuft für Breege.
Dann geht es zurück. Einige Positionen werden getauscht. Das Ablege-Manöver klappt bei allen problemlos und der Eine oder Andere schaut uns hinterher. Dann geht es mit Rauschefahrt zurück zum Camp in Grubnow.
Und dann passiert es! Die jungen Segler und auch Betreuer nehmen sich die Boote und segeln nach dem „offiziellen Training“, weil sie Lust dazu haben. Auch die Optisegler steigen noch einmal ins Boot, einfach weil es Spaß macht. Läuft!
Zum Abend zaubert die Küche heute Kartoffelbrei mit Gehacktesstippe und Knoblauchgurken. Ein Gedicht. Die Töpfe werden mal wieder ausgeleckt.
Ein ELBESAIL-Tag, wie man ihn besser nicht erfinden könnte.
Jetzt beschäftigen sich alle in Ruhe und nachher schauen wie vielleicht noch das Spiel Argentinien-England. Aber auch da ist fast egal wer gewinnt. Die Sonne geht morgen wieder auf.16.07.2026
Donnerstag, die Zeit fliegt. Wir sind inzwischen mal wieder zu einer Gruppe zusammengewachsen, die einfach funktioniert. Und wir haben wieder Sonne mit Wind. Segelbarer Wind, sogar etwas stärker als in den letzten Tagen. Damit alle zum Segeln kommen, beschließen wir mit allen Booten zur Schabe zu fahren, um rüber zum Ostseestrand zu gehen. Also takeln wir nach dem Frühstück entspannt auf, besprechen den Kurs und die Crewaufteilung und dann wird abgelegt. Einen Opti nehmen wir in Schlepp, die anderen Vier wollen segeln! Ein Traum. Natürlich auch die OK´s und die Begleitboote. Heute lernt Ansgar das Trapezsegeln auf der Hansejolle.
Draußen erwarten uns Wellen die gut einen halben Meter hoch sind. Da dagegen zu kreuzen ist anspruchsvoll. Für die Optisegler ist das zu viel, wir nehmen sie von den Booten auf die Kreuzer und die Boote in Schlepp. Eine Übung die bei allen ELBESAIL´s immer wieder dazugehört. Die Kinder wollten erst nicht von ihren Booten, mussten fast schon überzeugt werden. War aber besser so. Mit den Ok´s und den Begleitbooten sind wir dann an das boddenseitige Ufer der Schabe gefahren und haben die Booe dort vor Anker gelegt. Harry, der Vorsitzende vom WHV hat uns einen Anlegespot verraten, von wo aus auch ein Weg direkt an den Ostseestrand führt. Dann gab es baden in der Ostsee und Picknick am Ostseestrand. So, das erste Mal auf unseren Reisen. Nach zwei Stunden mussten wir dann aber wieder los, damit wir pünktlich im Camp sind. Heute sind noch die ELBESAIL-Urgesteine Christian und Andreas angereist. Sie machen die Runde komplett. Auch sie sind mit Iweißnix zum Ostseestrand gekommen, wo sie zur Crew gestoßen sind.
Auf dem Rückweg stand dann noch einmal zügiges Segeln mit Rückenwind an. Und unsere 4 Optisegler wollten segeln! Haben Sie auch, frischem Wind und großen Wellen zum Trotz haben alle Ihr Boot zum Camp gesegelt. Eine tolle Leistung. Kurz vor dem Ziel stand eine Halse an, die Lev nicht ganz getroffen hat. Heißt, Kenterung. Ronny war gleich an seiner Seite im Wasser, aber wir haben ihn alleine machen lassen. Aufrichten, reinklettern, lossegeln und das alles vor der johlenden ELBESAIL-Crew, die die vier im Ziel feierte. Noch stolzer kann Lev gar nicht sen. Zurecht!
Schon nach dem Anlegen fanden sich Crew´s, die gemeinsam segeln gegangen sind, um mal was anderes zu probieren. So soll das. Nudeln mit Hackfleischsauce stillten den entstandenen Hunger. Anschließen gingen wieder einige segeln, angeln oder Pinnen reparieren. Jetzt sitzen wir zusammen und freuen uns über einen weiteren perfekten ELBESAIL-Tag.
Schauen wir mal was morgen kommt.17.07.2026
Harry´s Kommentar zu unserem Strandbesuch, „Gut das Ihr das heute gemacht habt, ab morgen lässt das Wetter nach.“ Stimmt! Heute ist immer noch Sonne und Warm als wir aufstehen. Der Wind hat allerdings stark nachgelassen. Nach dem Frühstück kommt deshalb die beliebteste Übung bei solchen Verhältnissen auf den Plan. Kentertraining und Spiele mit den Segelbooten. Die Kinder nehmen sich mal andere Boote und gehen damit auf das Wasser. Verschiedene Spiele mit den Booten inkl. Kentern und Aufrichten lassen die Stunden verfliegen. ALLE sind dabei. Selbst Liam, unser 7 Jähriger stellt fest: Da will ich mitmachen und holt sein Badezeug. Erst mal vorsichtig vom Wassertreter schauen, dann geht es zu Hannes in den Opti. Und auf einmal macht segeln Spaß. Irgendwann springt er vom Boot ins Wasser und schwimmt mit seiner etwas großen Schwimmweste quer über den See zum Motorboot. Nun haben wir auch ihn einladen können, sich auf das Wasser und die Boote einzulassen. Sehr schön. Damit haben alle Kinder und Jugendlichen die Ziele erreicht, die wir Trainer und Betreuer für sie im Kopf hatten. Am Nachmittag nehmen sich Malte und Hannes die Hansejolle und segeln auf den Bodden hinaus. Vom Land aus sehen wir, wie sie mit dem Trapez und dem Spinnacker arbeiten. Niemand hat sie dazu angehalten. Sie machen es, weil es ihnen Spaß macht. So geht der vorletzte Tag der 16. ELBESAIL in den Abend über. Ab und an gab es einen kleinen Schauer, aber nichts Störendes. Über den Tag haben wir weiter an Stefans Pinne repariert, die heute Abend besser als neu sein und wieder in Dienst gestellt wird. Heute hat uns die Kombüse Senf-Eier versprochen. Beim letzten Mal haben wir den Topf mit der Senfsauce ausgeleckt! Wir freuen uns.
Iweißnix liegt auch schon auf seinem Trailer, da morgen der Wind für die Überfahrt nach Vieregge zur passenden Slippbahn wesentlich unpassender sein soll. Wir erwarten ab morgen früh West/Südwest 5-6. Da wird sich unsere neue Messe zum ersten Mal beweisen müssen. Wir werden schauen, damit wir ggf. auftretende Schwachstellen finden und später abstellen können. Mal sehen, was uns der letzte Tag noch alles bringt.
18.07.2026
Beim Wetter soll man immer auf die Einheimischen hören. Sie kennen ihr Revier einfach am besten. So auch Harry. Das Wetter hat nachgelassen! Wenig Sonne, etwas Regen, viel Wind, das ist völlig anders als in den letzten Tagen. Aber bei der ELBESAIL findet man auch daran etwas Gutes. Malte und Hannes gehen mit der Hansejolle raus auf den Bodden. Heizen! Ralph und Cindy begleiten sie mit dem Motorboot. Bei dem Wetter ist das Wasser-voll-kontakt-Sport. Für alle. Wir sind nur einmal gekentert, erzählt Hannes stolz, als sie wieder da waren. Ich habe „Pipi“ in den Augen. Am Ruder müssen wir was reparieren, aber auch das gehört dazu. Wir taufen 2026 zum Jahr der Ruderanlagen. Zum Mittag macht der Smut Milchreis mit Zimt und Zucker, auf ausdrücklichen Wunsch der ELBESAIL´er. Dann beginnt der Rest. Die Boote werden abgetakelt und verladen. Alle Trailer werden reisebereit gemacht. Der Wind zwingt die meisten Zeltschläfer für die letzte Nacht in das Clubhaus des WHV. Hier gibt es ein Dachgeschoss, in dem es sich super Übernachten lässt, auch wenn es nicht dafür vorgesehen ist. Aber wir dürfen. Danke WHV! So ist nun alles vorbereitet, Morgen geht es nach Hause.
Zum Abend gab es heute eine kleine, aber sehr feine Abschiedsrunde am Grill. Auch in diesem Jahr durfte ich der Crew die Steaks grillen. Und wieder ist es eine Aufgabe, die ich sehr gerne angenommen habe. Diese Crew ist so besonders!!!
Jetzt sitzen wir zusammen im Clubraum. Draußen ist es Windig und etwas kühl. Vielleicht sind wir auch nur verwöhnt. Eine perfekt ELBESAIL neigt sich ihrem Ende zu.
Morgen, nach dem Frühstück geht es los.19.07.2026
Abreisetag. Zumindest das Wetter passt. Wolken, Wind und ab-
und an etwas Sprühregen. Da fällt nach Hause fahren nicht so schwer. Nachdem
wir gestern schon alles eingepackt haben, bleiben heute früh noch wenige Dinge,
die Reisebereit gemacht werden müssen.
Aber erst einmal ein letztes Frühstück. Heute im Clubhaus
des WHV, da auch die neue Messe schon verpackt ist. Anschließend werden die
letzten persönlichen Sachen eingepackt, der Ausrüstungstrailer reisefertig
gemacht, die Werkzeuge, für die kleinen Boots-Reparaturen zwischendurch, ins Auto geladen
und schon hängen wir die Tailer an die Autos. Schon hier sortieren wir den
Konvoi in die richtige Reihenfolge, in der wir fahren wollen. Funkgeräte werden
verteilt. Alles fertig.
Wir verabschieden uns herzlich von unseren Gastgebern vom
WHV Grubnow e.V.. Iris, Harry und Karsten sind da, um uns zu verabschieden.
Jürgen, unsere gute Seele im Hafen ist heute unterwegs. Er ist für uns immer
der erste Ansprechpartner und Servicemann, was immer auch ist. Dir, Jürgen,
senden wir hier einen besonderen Dank.
Beim Tschüss sagen, meint Harry noch, dass man sich im WHV
erzählt, dass wir im nächsten Jahr wiederkommen und das man sich darauf freut.
Eine schönere Einladung kann man nicht aussprechen. Nun, wir werden sehen.
Dann geht es los. Sieben Trailer-Gespanne bilden ein
amtliches Hindernis auf den Straßen von Meck.-Pom., Brandenburg und
Sachsen-Anhalt. Aber das geht nicht anders. Um 11.00 Uhr sind wir unterwegs. In
Bergen geht es noch tanken und dann los. Gut 350 km liegen vor uns. Auf einem
Rastplatz auf der A19 gibt es die schon traditionellen Wraps zum Selberbauen
auf Smutjes Deck. Um 17.30 Uhr rollen wir nach neun Tagen wieder in Tangermünde
ein. Im Bootshaus warten schon die Eltern und Familien unserer jungen Segler.
Heute müssen wir noch Iweißnix und den Ausrüstungstrailer
ausräumen. In gemeinsamer, zügiger Arbeit ist das nach einer Stunde geschafft.
Zum Abschluss sammeln wir uns alle noch einmal in unserem
Jugendraum.
Die wohl perfekteste ELBESAIL überhaupt liegt hinter uns.
Das Wetter, immer so wichtig, hat komplett für die ELBESAIL gearbeitet. Sechs Tage
Sonne und Wind bei über 20 °C ist Rekordverdächtig. Der 7. Tag warm und windig.
Perfekt. Die Crew hat mal wieder wunderbar funktioniert.
Die Landcrew um Holger hat uns lecker bekocht. Die
Wassercrew hat den jungen Seglern immer neue Herausforderungen ermöglicht und
die jungen Segler, ein Team von 7 – 17-jährigen Mädchen und Jungen, die nicht
nur toll gesegelt sind, sondern auch als Gruppe super funktioniert haben.
Ein letztes „Auf die ELBESAIL 2026“ wird aufgerufen und mit Inbrunst
intoniert. Dann ist es vorbei. Alle machen sich geschafft und zufrieden auf den
Heimweg in den Kreis ihrer Familien.
22.07.2026
Nun sind wir schon wieder 3 Tage zu Hause. Jeder geht wieder seinen Weg. Inzwischen haben wir notwendige Schritte unternommen, um die kleinen Materialschäden zu reparieren, die Abrechnung ist gegengeprüft und zusammengestellt. Die Boote werden wir später abladen, da viele von uns inzwischen im privaten Urlaub oder zur Arbeit auf Montage sind. Aber das wird auch noch. Heute hat der Vermieter unseren mobilen Toilettenwagen abgeholt. Auch er war mit uns zufrieden. So fügt sich alles und es bleibt die Aufgabe, den Termin für die ELBESAIL 2027 festzulegen.
Vorher sage ich, sagt die ganze Crew Danke an alle die uns unterstützt haben. Insbesondere danke ich im Namen unserer jungen Segler allen, die in der Land- und der Wassercrew für uns da waren. Ihr nehmt Urlaub, euer privates Auto, gebt Euren privaten Tailer und bezahlt auch noch dafür. Nur um den jungen Seglern eine tolle Trainingswoche auf dem Bodden zu ermöglichen.
Wir alle haben dabei viel Spaß miteinander und Freude am Zusammenspiel mit den jungen Seglern, die in dieser Woche lernen, welche schönen Reviere unsere Heimat für uns bereithält.
Unser besonderer Dank geht auch in diesem Jahr wieder an die Hugo Meyer-Nachfahren-Stiftung, die mit ihrer Förderung so viel, so viel leichter macht. Dankeschön.
Die 17. ELBESAIL planen wir für die Zeit vom 17. bis 25.07.2027.
Wo es hingeht? Nun wir werden sehen…
Erik Weber